Brille oder Kontaktlinsen

Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

Es gibt im Alltag viele Situationen in denen die Brille stört, sei es wenn man an einem kalten Wintertag in einen warmen Raum eintritt, beim Küssen, beim Sport, im Schwimmbad oder der Sauna. Doch, wer unter einer Sehschwäche leidet, kommt um eine Sehhilfe nicht herum. Eine Alternative zur Brille bieten hierbei Kontaktlinsen. Doch sind diese auch wirklich für jeden und immer geeignet?

Leider nicht immer, denn wer an Migräne, Schwindelgefühl, Nackenbeschwerden oder Kopfschmerzen leidet, muss leider auf Kontaktlinsen verzichten. Denn diese Beschwerden sind nicht selten Folgen eines Augenmuskelkaters und werden durch eine nicht korrigierte Winkelfehlsichtigkeit ausgelöst. Dies kann wiederum nur über eine Brille korrigiert werden. Auch bei bestimmten Schielformen eigenen sich Kontaktlinsen ebenfalls nicht. Außerdem können in bestimmten Fällen auch Diabetiker keine Kontaktlinsen tragen.

Auch wenn die Brille in vielen Situationen stört und einige Menschen mit Fehlsichtigkeit ihre Sehschwäche ungern mit ihr korrigieren, sprechen doch auch viele Vorteile für die Brille. Beispielsweise lässt sich im Gegensatz zu Kontaktlinsen die Brille deutlich schneller ab- und aufsetzen. Vor allem wenn die Sehhilfe nur zum Autofahren oder Lesen benutzt wird, ist die Brille die erste Wahl. Zudem schützt die Brille auch gegen äußere Einflüsse wie Insekten oder Staub. Vor allem Fahrradfahrer mit Brille, haben diesen positiven Effekt schon des Öfteren bemerkt.

Selbstverständlich haben aber auch Kontaktlinsen ihre Vorteile. Kontaktlinsen sitzen nicht unbequem auf der Nase, beschlagen nicht, schränken das Blickfeld nicht ein und zudem sehen sie besser aus. Es gibt auch medizinische Gründe, die in bestimmten Fällen die Kontaktlinsen zur besseren Wahl werden lassen. Liegt eine irreguläre Hornhautverkrümmung vor, können nur Kontaktlinsen diese beheben. Auch bei sehr starker Fehlsichtigkeit können Linsen eine viel bessere Leistung erzielen, da sie genau dort ansetzt, wo der Sehfehler entsteht. Beim Tragen von Kontaktlinsen spielt allerdings die Hygiene eine große Rolle. Vor jedem Wechsel müssen die Hände gründlich gewaschen werden. Außerdem muss die Reinigungsflüssigkeit im Behälter täglich gewechselt werden. Ansonsten können sich Keime darin bilden und auf die Linsen übertragen werden.

Heutzutage muss man sich aber nicht mehr unbedingt zwischen Kontaktlinsen oder Brille entscheiden, denn man kann beides Verwenden. Je nach Situation wird mal die und mal die andere Sehhilfe benutzt. Tagsüber Kontaktlinsen und wenn abends die Augen gereizt sind, die Brille. Wer ganz auf seine Sehhilfe verzichten möchte, kann in einer Augenklinik vorstellig werden und sich beraten lassen, ob vielleicht sogar eine Korrektur der Fehlsichtigkeit über Laser möglich ist.

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