Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff “Emulgator” ?
Emulgatoren dienen dazu, zwei normalerweise nicht mischbare Substanzen miteinander zu verbinden. Das beste Beispiel ist Öl und Wasser, denn wer es schon versucht hat, weiß, das diese beiden Flüssigkeiten sich eigentlich nicht mischen lassen. Doch die Emulgatoren sind Moleküle mit einem hydrophilen (”wasserliebenden”) und einem hydrophoben (”wasserabweisenden” oder “Fett liebenden”) Ende, dadurch können Sie beide Flüssigkeiten an sich ziehen und zu einer homogen Emulsion verbinden.

In der Kosmetika dienen Emulgatoren dazu, Fette und Wasser zu geschmeidigen Emulsionen zu verbinden. So können wässrige wie auch ölige Wirk- und Hilfsstoffe in einer einzigen Creme, Lotion oder Salbe vereinigt werden. Doch leider werden diese nützlichen Eigenschaften von weniger angenehmen Nebenwirkungen begleitet.

Als Bestandteil von Cremes und Lotionen werden Emulgatoren in der Hornschicht gespeichert und verursachen dort beim Kontakt mit Wasser eine erneute Emulgierung, durch die hauteigene Fette gebunden und aus der Haut transportiert werden. Ein Phänomen, das auch als Auswascheffekt bezeichnet wird.

Auch Tenside sind Emulgatoren, die für die Reinigungswirkung von Shampoos, Duschgels und Seifen verantwortlich sind. Mit Wasser gemischt, können sie Fett- und Schmutzstoffe aus der Huat aufnehmen. Dabei werden allerdings wiederum die natürlichen Fette der schützenden Hautbarriere gleich mit entfernt. Häufige Reinigung mit stark tensidhaltigen Produkten trocknet die Haut deshalb aus und macht sie zunehmend durchlässiger gegenüber irritationsauslösenden Fremdkörpern.

Trotz all dieser unerwünschten Nebeneffekte scheint kaum ein Produkt auf dem Kosmetikmarkt ohne Emulgatoren auszukommen.